Posts by opflettner

    Vielleicht hat der Junge ja Giesharz genommen.... :D :D


    Na dann mach ich mal den Erklärbär.

    GFK Platten kann man recht einfach selber herstellen.

    Über die Festigkeit der Platte entscheidet das Vollumenverhältniss von Glasfasern und Harz.
    Je mehr Glesfasern im Gesamtvollumen drin sind, je höher ist die Festigkeit.
    Man verwendet also um ein optimales Ergebniss im Handlaminierverfahren zu erreichen einen Pinsel oder Schwam, mit dem man die Glasfasermatten betupft. (Mit Harz tränkt)


    Ich benutze als Pressmaterial immer zwei Glasscheiben, da kann ich sehen, was passiert. Ausserdem haben die meisten Kunststoff platten aus dem Möbelbereich eine nicht ganz glatte Oberfläche.
    Natürlich sollten die Glasscheiben gut gereinigt und ordentlich eingetrennt sein.
    Nach dem Auftragen des Trennmittels dieses trocknen lassne, dann mit einem weichen baumwolltuch pollieren und wieder eine weitere Schicht Trennmittel auftragen. Ich mach das bei Glasplatten bei der Ersteintrennung ca 5 mal. Später, wenn man die Platten wiederholt benutzt und sie sauber weggestellt hat, reicht einmaliges Eintrennen.
    Da ich vorher weis, wie dick die GFK Platte werden soll, die ich herstellen will, erkundige ich mich wie dick das Laminat bei einer Lage des Gewebes wird, das ich verwenden will. Diese Angaben bekommt man im allgemeinen von dem Lieferanten.
    Nun weis ich dass z. B. ein 120er Gewebe eine Schicht von 0,3mm erzeugt. Nur als Beispiel!.
    Wenn ich eine Platte von 3 mm Dicke herstellen will, dann nehme ich also 10 Lagen Gewebe. Die schneide ich mir auf die gewünschte Größe mit einem Überstand von ca.5 cm zu.
    Auf die untere Glasplatte, mit der eingetrennten Seite nach oben, lege ich die erste Matte drauf. Dann betupfe ich diese mit einem Schwamm oder kurzem Borstenpinsel . Ich persönlich bevorzuge einen Schwamm.
    Wenn die Matte vollkommen durchtränkt ist, lege ich die nächste Matte drauf. Jetzt kann ich diese einfach mit einem Schwamm andrücken. Das überschüssige Harz aus der ersten Matte reicht meistens um die zweite noch zu füllen. So geht es weiter. Bis alle 10 Matten gut durchträngt aufeinander liegen. Möglichst ohne Lufteinschluß.
    Wie erkenne ich einen Lufteinschlu?
    Die Matte ist an der Stelle, wo sich eine Luftblase befindet weislich, also nicht durchsichtig. diese Luftblase kann ich dann mit dem Schwamm vorsichtig an den Rand des Laminates streichen. bis das gesammte Laminat vollkommen ohne Lufteinschluß ist.


    Nun kommt das entscheidende. Bitte keine Leisten ausenrum !
    Warum nicht?
    Wohin soll denn das überflüssige Harz hin, wenn da Leisten drum rum sind?
    Also, einfach auf das Laminat die zweite Platte, in diesem Fall eine eingetrennte Glasplatte drauf legen.
    Diese mit leichtem Druck des Handballens von der Mitte nach ausen Strahlenförmig andrücken.
    Jetzt kann man sehen, wie überflüssiges Harz an den Seiten aus dem Laminat austritt.
    Erst danach die ganze Schose mit geeigneten Mitteln beschweren.
    Nach ausreichender Aushärtezeit kann die Glasplatte mit Hilfe eines flachen Gegenstandes (Spachtel) vorsichtig von dem Laminat gelößt werden.
    Die so entstandene Platte muss dann noch auf die gewünschte Größe zurecht geschnitten werden.


    Ganz wichtig ist eben, dass da keine Leisten drum rum sind.

    Will man aber mit Leisten eine spezielle Umrissform der Platte herstellen, so muss die obere Pressplatte genau zwischen die Leisten passen, die etwas höher sein sollten als die GFK Platte dick werden soll,
    So kann die obere Platte als Presstempel verwendet werden.
    Aber einfacher ist es die Platte hinterher zurecht zu schneiden, also ohne Leistenumgrenzung zu pressen.


    Ach ja, noch was.
    Für Epoxid Harz empfiehlt es sich eine Gewebe mit einer Silanschlichte zu verwenden, das lässt sich wesentlich einfacher durchtränken.
    Man sollte für Epoxydharz nicht die selben Matten verwenden, die z.B. für Autoreparaturen mit Poliesterharz angeboten werden.


    Hoffe hiermit etwas geholfen zu haben
    :)

    Hallo,
    das finde ich toll, dass Ihr Euch mit aircombat beschäftigt, ist wirklich ne hübsche Sache. :sekt:
    Aber was ist das wieder für ein Quatsch, entschuldige bitte, welche Lizens wurde Euch weggeschnappt ?
    An den Wettbewerben kann jeder teilnehmen, der ein den Regeln entsprechendes Flugzeug dabei hat und über einen Versicherungsnachweis verfügt.
    Da braucht es keine besonderen Lizenzen...
    Bin übrigens Ende Mai in der Schweiz und werde auch den einen oder anderen Combatflieger dabei haben, vielleicht kann man sich ja mal treffen ?

    Hallo Marco, hallo Hams-Jürgen,
    Ich habe den Bericht gelesen,, war ganz interessant..
    Bin selber schon länger mit der MC 72 verbandeldt. http://www.schmeissfliegengeschwader.de
    dort mal auf Projekte und dann auf MC 72... das waren die Anfänge... inzwischen ist eine in 1:3 und 1:4 in Planung, aber mit Verbrenner und speziell dafür entwickeltem Getriebe.
    Bei Interesse , gerne mehr... aber Baubericht wird es erst ab Juni geben...

    Hallo Leute,
    die zwei Propeller hintereinander, wie sie z. Beispiel auch die Macchi MC 72 hat, oder auch einige Typen der modernen russischen Bomber, haben den Zweck, dass der zweite, also der hintere Prop die vom ersten, also dem vorderen Prop bereits beschleunigte Luft, nochmal besachleunigt.
    Als so eine Art Nachbrenner beim Propellerantrieb. ein sehr angenehmer Nebeneffekt ist der, dass die beiden gegenläufigen Propeller praktisch kein Drehmoment auf den Flieger ausüben.
    Das ist aber eher ein erfreulicher Nebeneffekt, als dass es der Grund für diese Konfiguration ist.
    Der eigentliche Grund ist der der besseren Luftbeschleunigung. :sekt:

    Das fände ich ja wunderbar,
    zumal dies ja kein Flieger von der Stange ist, sonder ein Produckt aus der Virtuellen Zusammenarbeit von ein paar Verrückten, die einen Flieger wollten, der alles kann.
    Er sollte ein Motorsegler sein, aber auch gut segeln können und auch als Träiner oder als sportiver Flieger genutzt werden können.
    Und ich kann Euch sagen, er kann das alles. :)
    Ich hatte letztes Jahr schon mächtig Spass mit dem Teil..
    Erst als Trainer im Lehrer-Schüler Betrieb, dann die V-Formsteckung gewechselt, gegen eine gerade und damit ordentlich rum gebolzt.
    Am Schluss zur Entspannung dann die mittlere Fläche dazwischen gesteckt und ganz entspannt mit einem ausgedehnten Segelflug den Flugtag ausklingen lassen.. :sekt:
    Das geht wirklich mit der Kiste...

    Hallo,
    nein, ich bin nicht alleine der Konstruktör.
    Da waren eine ganze menge Leute beteiligt.
    Aber gerne bin ich mit Zeichnungen und Fotos diehnlich.
    Wenn mir einer sagt, wo ich die hin schicken soll. Einige kann ich ja hier schon mal rein stellen.

    hätte gerne noch ein weiteres Bild gezeigt, aber der sagt mir immer, kein Speicherplatz für einen weiteren Dateianhang..
    vielleicht später, somst gerne auch per E-mail.
    sonst noch viel Spass bei Deinem Vorhaben
    Ottopeter

    Hi,
    die F4 U ist wirklich ein sehr schönes Modell... Aber als Flugmodellanfänger, sowohl im Baubereich, als auch als Flieger, na ja, ich weis nicht..
    Willst Du die denn elektrisch oder mit nem Verbrenner motorisieren?
    Ich hab für einen Anfänger mal so ein Teil aus EPP gebaut, hab auch noch die Scheidrippen dafür... könnte das gegebenenfalls nochmal bauen..
    Das hat für einen Anfänger den Vorteil, dass es so manche misglückte Landung verzeiht..
    Der Kumpel, für den ich das Teil im Masstab 1:12 gebaut habe, hat es schon geschafft die Jumpingeigenschaften von EPP zu testen, bei einem senkrechten Absturz ist das Teil wieder 3 meter senkrecht nach oben gejumpt, wie ein Gummiball und anschließend unbeschädigt im Gras gelandet...
    Sowas ist für einen Anfänger recht tauglich...

    Quote

    Original von Andy737
    der antstellwinkel kann nicht geändert werden, die ache kann aber gekippt werden. was bringt das? der autrieb dürfte nicht erhöht werden


    Wenn die Achse nach vorne oder hinten gekippt wird, ändert sich der Anstellwinkel der Blätter auf der rechten und linken Seite des Rumpfes zur Mittellinie des Rumpfes.
    Wird die Achse nach rechts oder links gekippt, hast Du eine ähnliche Wirkung wie beim Flächenflieger durch das Querruder,
    Das Kippgelenk sollte so nah wie möglich am Aufhängungspunkt der Achse liegen.

    Der Einstellwinkel der Rotorblätter zur Rotorachse wird im Gegensatz zum Hubschrauber nicht verändert.
    Es wird nur die Achse gekipt.
    Einstellwinkel ist vom Profil abhängig.
    Bei dem von Dir gezeigten Beispiel ist der "Einstellwinkel" durch dei Materialdicke des Rotorblatts bauartbedingt vor gegeben.


    Bei normal profilirten Rotoren nimmt man 4-6 Grad.


    Gefährlich wird es beim Gyrokopter nur, wenn durch die Lage des Fliegers zur Flugrichtung, die Blätter stark negativ angestellt sind und dadurch keinen Auftrib mehr erzeugen, dann ist das Teil nicht mehr zu retten.
    Also, wenn z. B. das Teil mit stark erhobenem Heck geradeaus fliegen will ( Schieben), dann fällt er einfach runter.

    Du kannst einen Hubschrauber nicht mit einem Gyrokopter vergleichen.
    Beim Heli mit Tandemrotor, handelt es sich um grose Transporthelis, die mit nur einem Rotor den Kasten nicht vom Boden bringen könnten, Man kann hier, da der Rotor angetrieben ist, durch einen bewust gewählten Drehzahlbereich und auch durch die Rotorgestaltung die Nachteile der Tandemanordnung etwas kompensieren. Nicht so beim Gyrokopter,
    Aber hier gilt auch, dass man eben ein Übel in Kauf nimmt um auf einem anderen Gebiet Vorteile zu haben, Z, B, bei der Nutzlast.
    Das sieht beim Gyrokopter ganz anders aus.
    setz Dich doch mal hin und mal Dir mal im Seitenriss einen Tandemgyrokopter auf das Papier.
    Wenn Du jetzt unter der Berücksichtigung, dass beim Gyrokopter die Rotorblätter sehr stark angestellt sind, die anliegende Ströhmung mit Wirbelbildung versuchst Dir vor zu stellen, und das mit einem Helikopter vergleichst, wirst Du merken, was gemeint ist.


    Ein Helikopter erzeugt Auftrieb durch den eigenen Kraftantrieb des Rotors. Er kann schweben.
    Ein Gyrolopter erzeugt Auftrieb durch die Anströhmung des Rotors von vorne und unten. Er kann nicht schweben! Wenn Du da einen Vektor einzeichnest, wirst Du begreifen, dass sich bei einem Gyrokopter noch eine wesentlich ausgeprägtere Wirbelschleppe bilden muss als bei einem Heli.....
    Sonst probier es doch einfach mal an einem kleinen Modell aus. Bastel Dir mal einen kleinen Tandem Gyrokopter, sagen wir so mit 20 cm Rotordurchmesser und probier mal wie der fliegt,b.z.w wie er sich im Autorotationsfall verhält. ;)

    Einen Giermoment um die Hochachse im eigentlichen Sinn, wie beim Helikopter ist beim Gyrokopter nicht zu finden, oder zu vernachlässigen.
    Es entsteht zwar durch die Luftschraube ( Zug oder Druckschraube) ein Drehmoment wie beim Flächenflieger.
    Zudem erzeugt der durch den Fahrtwind angetriebene Rotor einen Giermoment um die Längsachse, da das nach vorne laufende Blatt mehr Auftrieb erzeugt als das nach hinten laufende.
    Je nach Motordrehrichtung kann man diese beiden Kräfte annähernd ausgleichen.
    Zudem hat der Gyrokopter auch ein Schlaggelenk, welches den höheren Auftrieb auf der Seite des nach vorne laufenden Blatts ausgleicht.
    Modernere Gyrokopter verzichten allerdings auch auf das Schlaggelenk, hier wird der einseitig höhere Auftrieb durch das in sich flexieble Blatt ausgeglichen. ( Moderne Werkstoffe)



    Eine Anordnung beider Rotoren hintereinander macht aus den oben bereits erwähnten gründen wenig Sinn.
    Noch eine Besonderheit des Gyrokopters gegenüber dem Helikopter ist die, dass beim Gyrokopter zur Steuerung die Rotorachse geschwenkt wird.
    Dadurch ist eine Technisch wesentlich weniger Aufwändige Steuerung möglich. Die Achslagerung kann ja auch wegen der Antriebslosigkeit einfacher als beim Heli ausgeführt werden.


    Recht erfolgreich wurdew zum Beispiel die "Bachstelze", ein in einem Torpedo unter zu bringender Gyrokopter als Beobachtungsplattform vom Ubot aus eingesetzt.