Realflight G2 Bericht von Lars Bäter

Ein Erfahrungsbericht von Lars Bäter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Flugsimulationen für PC oder diverse Aircombatspiele für Konsolen gibt es reichlich. Keine davon eignet sich wirklich dazu, das steuern eines Modellflugzeuges zu erlernen oder seine Knüppelakrobatik zu verbessern oder zu erweitern, dazu wurden Sie ja auch nicht entwickelt. Für den RC Piloten oder den der es werden will ist die Auswahl leider nur sehr dünn.

Dem Suchenden kann aber geholfen werden, und wie so oft werden wir auf dem amerikanischen Markt fündig. Die Firma Knife Edge Software hat einen R/C Flugsimulator entwickelt und vertreibt In USA über die Firma Great Planes bzw. über Simprop in Deutschland einen RC- Flugsimulator, der ohne Zweifel zu den besten Welt gezählt werden kann.

“RealFlight Generation 2“.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Von Anfang an wurde diese Software ausschließlich für den einen Zweck entwickelt :

Fotorealistische Modellflugzeuge am PC mit absolut wirklichkeitsgetreuem Flugverhalten der Modelle UND der dazugehörigen Umgebung inkl. aller Nebengeräusche abzubilden.

Besonders die Umgebung trägt bekanntlich im wesentlichen zum realistischen Eindruck bei und wird aber bedauerlicherweise nur zu gerne zu einfach dargestellt. Lt. Informationen aus der Webseite des Herstellers, basiert die gesamte Software weiterhin ausschließlich auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten, das würde bedeuten das Veränderungen am Modelldesign in Veränderungen im Flugverhalten resultieren müssen. Wir werden später feststellen, dass dies der Fall ist.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Wat kost‘s

Wer sich dazu durchgerungen hat im Vergleich mit anderen Simulatoren den enorm hohen Anschaffungspreis von >~ 500,- DM hinzublättern, wird es seinen Lebtag nicht bereuen. Die Summe, die man später einsparen wird, wenn man ausreichend in entspannter Wohnzimmeratmosphäre trainiert hat, amortisiert diese Anschaffung sehr schnell. Eine Winterpause gibt es dann nicht mehr. Der Flugspass an sich ist es wert, denn der hat es wahrlich in sich.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Hard-, und Software

Was braucht man noch um glücklich zu sein ?. Ein eigener Fernlenksender ist von Vorteil wenn, dieser aber noch nicht vorhanden ist kann auch ein FUTABA ähnlicher Handsender mitgeliefert werden. Der Sender wird über einen Dongle mit eigener Seriennummer am Parallelport angeschlossen. Dann benötigen wir nur noch Rechenpower ! und zwar möglichst viel davon. Mein Referenzsystem besteht aus einem ASUS A7V Motherboard mit einem Athlon “Thunderbird“ 750Mhz. Prozessor, 256MB RAM, und einer ASUS V6800Deluxe Graphikkarte mit 32MB DDR RAM. Das System war spielend in der Lage alle Auflösungen bis zu 1600x1280 mit eine Vielzahl von Objekten darzustellen, obwohl es mir mit Realflight gelang auch dieses System zum ruckeln zu bringen, an dieser Stelle bin ich aber im Wald mit Blumenwiese und einer 200 köpfigen Wandergruppe geflogen. Besitzer eines Pentium III mit 500Mhz, 128MB RAM und einer ordentlichen Graphikkarte werden also sicher Ihren Spass haben und ich vermute das sogar ein Pentium II noch viel ruckelfreie Unterhaltung bringt wenn man etwas die Settings verändert und ein paar Details wegläßt, hier läßt sich auf jeden Fall einiges sparen ohne wirkliche Verluste hinnehmen zu müssen. Windows 98SE und Direct X Treiber ab der Version 7.X rundet alles Softwaretechnisch ab.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Das Setup

Die Installation gestaltet sich salopp gesagt “Babyeinfach”. CD einlegen, Setup startet von alleine, der Rest ist Enter, Enter. Genauso wie Updateverfahren, welche später via Internetverbindung völlig ohne fremde Eingriffe ablaufen. Gestartet wird alles über eine Art Control-Panel welches entweder in das Programm verzweigt, in die Webpage, den Support oder ein Update. Dort wird automatische geprüft ob aktuelle Files vorhanden sind und diese werden dann im Bedarfsfall heruntergeladen und gleich installiert, ohne das man selber Hand anlegen muss. Wenn man fliegen möchte muss die CD sein, dies hat keine Performanceeinbußen zur Folge sondern wird vermutlich nur Lizengründe haben, da während man fliegt nicht mehr auf die CD zugegriffen wird.


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Was ist das besondere am Realflight ?

Der absolute Fotorealismus !. Keine einfachen vektorisierten Landschaften und fade wirkende Modelle aus 8 Farben. Alles hat wirkliche Tiefe. Man hat tatsächlich das Gefühl auf dem Platz zu stehen. Die Modelle besitzen eine erstaunliche Plastizität, die einfach unvergleichlich ist und einem immer wieder den Atem raubt, man möchte danach greifen. Die Anzahl der Parameter, die verändert werden können ist beinahe unendlich, Aufzählungen, die im Folgenden immer wieder vorkommen, werden vermutlich öfter unvollständig sein.


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Der Flugplatz

Beginnen wir z.B. mit den Airfields. Die Mitgelieferten, entsprechen Modellflugplätzen, die es überall auf der Welt geben könnte, Ihr Herkunft aus den USA können Sie teilweise aber nur schwerlich verleugnen, wenn ich an den Platz in den Rocky Mountains denke. Sie bestechen durch unendlich viele liebevolle Details, die selbstverständlich wie es einem beliebt umarrangiert werden können. Alle ! ! Objekte sind in Größe, Anzahl, Gruppierung, Ausrichtung und Länge oder Höhe veränderbar. Der Realismus wird hier zwar teilweise durch ein Foto des jeweiligen Objektes (z.B. bei Personen oder Tieren) erreicht, was wie ein Pappschild aufgestellt werden kann. Dies wirkt aber wesentlich echter als die Formulierung ahnen läßt, Räumlichkeit wird auf jeden Fall als letztes vermisst. Folgende Dinge stehen dem ambitionierten Flugplatzgestalter zur Verfügung.

Zäune, Zelte, Bänke, Frauen, Kinder, RC Piloten (männliche UND weibliche !), Modellflugzeuge, Autos, Scheunen und verschiedene Vereinshütten, Telefonmasten (gegen die man natürlich gegenfliegen kann, die Dinger sind nun mal aus Holz), Wassertürme (die es wohl in USA öfter gibt als bei uns), Windkraftanlagen, farbenprächtige Blumenrabatten, Flatterleinen, unterschiedliche Bäume wie z.B. Birken, Buchen oder Eichen, ganze Baumgruppen, Sträucher, Hunde, Kühe, Pferde, Zelte, Mülltonnen, Windsäcke, Mauern, Telefon(strom)masten, Getreidesilos und Heuballen

Eingestellt werden kann auch die Entfernung, Höhe und wem es beliebt die Texturen der Berge, Art der Bahn (Sand, Asphalt oder Gras), Neigung des Geländes, die Geräuschkulisse wie z.B. vorbeifliegende andere Flugzeuge, Zwischenrufe und wenn es gefällt, kann man seine Lieblingsmusik als MP3 Dateien in einen Folder kopieren und während man fliegt hören, wobei sich natürlich auch hier der Geräuschpegel des Modells und der Musik aufeinander abstimmen lässt.

Per Zufallsgenerator lässt sich einstellen, das man von Störungen unterschiedlicher Art überrascht wird, was das Reaktionsvermögen ganz schon herausfordern und den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben kann.

Wem das alles zuviel 3-D ist, der kann stattdessen die rechenintensive Umgebung gegen, ebenfalls ausgesprochen realistisch wirkende Phototapeten eintauschen. Als einziger Makel kann hier ein nicht zu verhinderndes Problem genannt werden. Je näher man an diese Phototapete heranfliegt um so grob-pixeliger wird Sie.


Realflight Screenshot von Lars Bäter
Die Meteorologie

Nun machen wir noch schnell unser Wetter. Mehr als ein Dutzend Wolkenformationen, der Sonnenstand, Art und Tönung möglicher Nebelfelder, sternenklare Nachthimmel finden sich genauso wie dunkle Gewitterwolken. Dazu mischen wir uns eine beliebige Windstärke, auffrischend bis zu einer einstellbaren Windstärke (natürlich alles in metrischen Werten) oder eine konstante Brise, die je nach Geschmack sowohl böig als auch in wählbarem Gradbereich gleichzeitig drehend sein kann. Das wir noch thermische Einflüsse in Ihrer Stärke variieren können, kommt einem schon beinahe selbstverständlich vor. Einzig Regen konnte ich nirgends einstellen, da ich es aber ohnehin vorziehe bei Regen zu basteln, fehlt mir dies auch nicht wirklich.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Perspektiven und andere Einstellungen

Bevor wir wild drauflos fliegen, können wir uns noch überlegen wie groß wir sein möchten. Wer also der Meinung ist, er ist 30 m groß hat im Flug den totalen Überblick und schaut von oben auf sein Modell, was einen netten Reiz ausübt, da man die Flughöhe an dem Schatten des Modells abschätzen muss. Genauso kann aber Papas Junior aus 1m Augenhöhe lieber aus der Froschperspektive knüppeln. Möglich ist auch, das man während man steuert, langsam in oder entgegen dem Uhrzeigersinn im Kreis herumläuft. Auch die Laufgeschwindigkeit und die Laufrichtung lässt sich verändern. Für Heli Piloten ein sicher äusserst reizvolles Feature.

Das wir einen Recorder mitlaufen lassen können der unsere Flüge aufzeichnet ist keine große Überraschung, bieten doch sowas schon Spielsimulationen, so können wir uns unsere Fehler immer wieder betrachten. Das es aber auch einen Flightinstructor gibt, der den Sender einblendet und die Figuren vorfliegt die man üben möchte und dazu noch erklärt was man tun muss und alles mit mit der Anzeige der entsprechenden Knüppelpostion ist eine Überraschung und für den Flugschüler sicher hilfreich. Obwohl die Software internationalisiert wurde und beinahe alles in Deutsch gehalten ist, erzählt der Instructor munter in Englisch darauf los. Das amerikanische Englisch ist aber recht einfach und sollte eigentlich kaum Einen vor unlösbare Verständnisprobleme stellen.


Realflight Screenshot von Lars Bäter
Wir wollen fliegen

Das Verhalten der Modelle am Boden ist lustigerweise auch dem wirklichen Verhalten nachempfunden. Wer z.B. nach der Landung also zu früh ins Seitenruder langt wird sich über die Tanzeinlage des Modells nicht wundern müssen und 2-Beiner stellen sich mit Begeisterung beim Start auf den Kopf, wenn ruckartig zuviel Gas gegeben wird. Nichtsdestotrotz hätte ich mir ein Quentchen Bodenstruktur gewünscht. Zweibeiner rollen mir ein wenig zu gut. Ihr Geradeauslauf wird lediglich durch den Drehmoment des Motors beeinflußt und eigentlich garnicht durch den Untergrund, der zumindest auf unserem Platz von Huckeln, Mauselöchern und Grasstubben übersät ist.

Nu wollen wir fliegen. Wenn Realflight gestartet wurde steht das Modell, mit dem wir zuletzt bevor der Sim beendet wurde geflogen sind, mit laufendem Motor in Startposition auf dem Flugplatz. Wer gleich losbrummen will braucht jetzt also nur den Gasknüppel nach vorne schieben. Aber Halt, wollten wir eigentlich nicht viel lieber von der anderen Seite starten weil wir das immer so machen ?, na gut dann legen wir schnell einen anderen Standardstartplatz fest und brauchen nicht erst hinrollen. Und da wir neugierig sind, stellen wir mit einem Tastendruck nochmal kurz den Motor ab, um mit einigen wenigen Mausklicks einzustellen, dass ein paar Flugparameter auf dem Schirm tabellarisch miteingeblendet werden.

Geschwindigkeit über Grund und Fluggeschwindigkeit, Windstärke in m/s, Flughöhe, Entfernung des Modells zum Piloten, Drehzahl des Motors, Stromverbrauch und Restakkukapazität wenn`s ein elektrischer ist. Sämtlich Ruderausschläge könnten eingeblendet werden und... und ...und, hier fehlt es wahrlich an nichts. Also los geht’s.


Wir sind in der Luft....

Der Trainer ist schnell in der Luft und siehe da, verdammich wird so ein Modell schnell klein. Ist nun mal wirklich so, damit wir uns aber nicht die Augen verrenken, könnten wir jetzt den Autozoom einstellen der dafür sorgt das das Modell sich optisch nie weiter als “soundsoviel” Meter entfernt, (der Default steht auf 37m, warum 37 weiß ich nicht, der Wert passt aber recht nett). Damit sollte man vorsichtig sein, denn auf dem Platz geht sowas nicht, wer fliegt schon mit Fernglas. Aber wen kümmert`s, wir lassen ausnahmsweise nur diesmal den Autozoom weg und blenden uns stattdessen ein zusätzliches kleines Fenster ein, was wir uns irgendwo hinschieben wo es uns am wenigsten stört. Den View in dem zusätzlichen Fenster nageln wir 5 m neben unserem Flieger fest (sozusagen wie ein Kameraflugzeug) und wenn unser Modell im Vollbild dann doch mal entfleucht, können wir uns die Fluglage in Großaufnahme in dem kleinen Fenster anschauen. Das einblenden von hilfreichen Informationen und mehreren gleichzeitigen Ansichten ist ein feine Sache, um schwierige Situationen aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten und zu meistern. Überflüssig zu erwähnen das man sich natürlich in sein Modell reinsetzen oder hinterherfliegen kann. Dabei kann einem aber ganz schön schwindelig werden und ausserdem artet das dann schon wieder Spielerei aus, und das wollten wir ja den anderen überlassen. Da unser Kollegen aus der Stinker und Qualmer- Fraktion gerne qualmend Ihre Bahnen ziehen können wir auch zum besseren Flugbahn- Tracking eine Smoke- Pumpe einschalten. Sieht absolut fantastisch aus, da hier wie auch an anderen Stellen, die Hardware hervorragend ausgenutzt wird.

Realflight Screenshot von Lars Bäter

Was können unsere Flieger ?

Natürlich nichts was unsere Richtigen auch nicht können. Ansonsten alle was der Pilot am Knüppel kann. Abreissen, Trudeln, langsam, schnell, Schieben, Messerflug, Rückenflug, Torque- Rollen und so weiter und so weiter. Von mehreren Modellpiloten, die sicher bessere Flieger sind als ich einer bin, habe ich nur fassungsloses Staunen geerntet über. Anfänglich wirkten die Originalmodelle flugtechnisch zu einfach. Das lag an der starken Motorisierung. Ändert man hier auf ein normales Mass, wobei selbstverständlich ebenfalls alles einzustellen ist, was man sich nur wünschen kann, wird der Flieger beinahe unglaublich echt. Das Feeling am Knüppel kommt so gut, dass sich nach wenigen Minuten schwitzige Finger und eine vor lauter Konzentration, faltige Stirn zeigt.

Die unterschiedlichsten Motoren sind wählbar, Zweitakter, Viertakter, Elektromotoren aus einer Datenbank (beinahe alle Speed Motoren, Keller, Plettenberg, Kontronik, Kyosho‘s, Mega‘s, Aevox, Robbe Pro und einige andere Motoren), Turbine, V-Impeller, E-Impeller (ab 90mm), Luftschraubengröße und Steigung, Propeller Blattzahl, Masse des Prop`s, alles veränderbare Parameter. Die Größe des Tankinhaltes und damit die Fugdauer kann ebenso verändert werden wie beim Elektromotor, der Innenwiderstand, Motormasse, V/min, Drehmoment in (Oz x Inch)/Amp. Das nun noch für den elektrischen Antrieb die passende Anzahl und der passende Typ der Zellen gewählt werden kann ist nur noch selbstverständlich genauso wie eine freidefinierbare Untersetzung.

Wenn wir dann endlich den passenden Antrieb gefunden haben, wäre es ja nur recht unseren Realflight mit allen anderen Parametern unseres Modells zu füttern, was gibt es da:

  • Spannweite
  • Flächentiefe
  • Position der Fläche in Bezug zum Schwerpunkt
  • Gewicht der Fläche
  • Größe/Position und Ausschlag (nach oben und unten einzeln) sämtlicher Ruder (Quer-, Wölb und Landeklappen)
  • V-Form
  • Verwindung
  • Einstellwinkel
  • Pfeilung vorne/hinten
  • Tragflächenprofile (einige NACA, Selig, Clark-Y)
  • (hier wäre eine Schnittstelle zu einer Profilsoftware vorstellbar aber nicht zwingend notwendig).
  • Abstand des Seitenruders und Höhenruders vom Schwerpunkt
  • Größe und Gewicht vom Höhen und Seitenruder, Größe und Ausschlag in Grad der Ruderflächen
  • Einziehfahwerk oder nicht, Spurweite, Lage des Fahrwerkes am Rumpf
  • Motorpositition, (bei einer 2-mot läßt sich die Position jedes einzelnen Motors individuell einstellen, wie z.B. der Abstand vom Rumpf, Motorsturz und Zug und der Abstand des Motors vor oder hinter dem Schwerpunkt).

Realflight Screenshot von Lars Bäter acp

Sämtliche Abmessungen des Rumpfes die horizontale Lage der Tragfläche, Tief-, Mittel, Schulterdecker und... und ... und. Wenn ich noch anfange aufzuzählen was sich alles Fernlenkanlagentechnisch einstellen lässt, liest keiner weiter, hier sei lediglich erwähnt das sich natürlich einstellen läßt, ob man lieber Gas rechts oder links fliegt, aber auch die Stellgeschwindigkeit und Drehrichtung kann verändert werden

Ich bin nicht in der Lage hier alle Möglichkeiten aufzulisten. Ich habe aber so ziemlich jedes meiner Modelle auf ein Modell im Realflight übertragen, um festzustellen das Sie genauso gut oder eben genauso schlecht flogen wie meine richtigen Modelle.

Der besondere Kick

Und hier liegt ein besonders wertvoller Vorteil. Ich kann am Simulator mit allen Werten experimentieren, um zu beobachten ob Sie sich positiv auswirken. Genauso kann ich ein Modell welches noch auf dem Baubrett entsteht in der Simulation auf seine erwarteten Flugeigenschaften überprüfen bevor ich es dem Risiko des Erstfluges aussetzen muss. . Das nenne ich Planungssicherheit und Investitionsschutz.

Ein kleiner optischer Wermutstropfen sei an dieser Stelle nicht verschwiegen. Die Modelle auf die man die Parameter überträgt, verändern Ihre Größe und Abmessungen am Bildschirm nicht. Eine DC-3 mit den physikalischen Abmessungen meiner De Havilland Mosquito wird optisch eine DC-3 bleiben ABER mit den Flugverhalten der Mosquito. Da es aber wirklich mehr als reichlich Modelle gibt, findet sich wirklich immer ein Modell welches dem ähnlich ist was man vielleicht selber im Hobbykeller hat wenn es nicht sogar genau das gleiche ist. Um beim Finish das richtige Feeling aufkommen zu lassen, kann der anspruchsvolle Modellflieger sein persönliches Farbgewitter (Finish) auf das gewählte Modell übertragen. Mit etwas Übung gelingen mit einem entsprechenden Graphikprogramm, was in der Lage sein muss TGA Files zu editieren, wie zum Beispiel Paintshop Pro, wirklich ansprechende Modelle. Wer besonders stolz darauf ist kann sein Design auf der WebPage des Herstellers uploaden (und die der Anderen downloaden), dies gilt im übrigen auch für Airfields, mittlerweile steht schon ein beachtliche Collection zur Verfügung.

Inklusive der AddOn CD gibt es eine Riesenanzahl an Modellen :

  • Spitfire
  • P-51 Mustang
  • AT-6 Texan
  • CAP 232
  • Cessna 182
  • DC-3
  • F-16 Falcon
  • F-86 Sabre
  • F-4 Phantom (die Jets wahlweise mit Prop, Turbine, V- oder E-Impeller)

verschieden Park- und Funflyer:

  • Sopwith Camel
  • Extra
  • Fokker DR I
  • Fly Baby
  • PT-19
  • PT-40 Trainer
  • Ultimate Biplane
  • Piper Cub
  • Twin Star
  • Space Walker
  • SkyBolt


  • 2 2-Achs und ein 3-Achs Segler, die mit einem kurzlaufenden Hilfsmotor auf Höhe gebracht werden


  • und gut ein halbes Dutzend Hubschrauber um nur einige zu nennen.

Es gilt : alle Modelle lassen sich mit beliebigen Antrieben ausstatten und in sämtlichen Dimensionen verändern. Es spricht nichts dagegen aus der riesigen Mustang einen Speed400 Combat Fighter zu machen mit 1000 g. Abfluggewicht und 6 Stck. 500er Sanyo- Zellen. Da ich leider kein Helipilot bin, kann ich nur wenig über die Einstellmöglichkeiten und das Flugverhalten der Helis schreiben. Meine Versuche waren nie von langer Dauer. Es war wirklich schrecklich schwer. Also genauso wie es mir immer Alle beschrieben haben. Auch hier ist der Sound und die Darstellung der Helis einfach unübertroffen gut. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe werde ich ganz sicher versuchen wenigstens den Schwebeflug mal ernsthaft zu trainieren. Aber nur bei Windstille, bei wenig Wind driften die Kameraden bei mir immer wech.

Als kleinen Sahnebonbon kann ich dann noch, wenn mich der Spieltrieb packt, kleine Events fliegen, wie zum Beispiel: Limbofliegen, Pylonracing oder Spotlanding. Alles sind sportliche Herausforderungen die das fliegerische Können sicher steigern, wenn man es ernst meint. Bislang konnte ich noch nicht ausprobieren, wie man über eine Modemverbindung gemeinsam fliegt. Das stelle ich mir auf jeden Fall ziemlich spannend vor, wenn es genauso gut programmiert ist wie der Rest.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Geld eine sehr gute Investition war, um zukünftig weniger Zeit mit reparieren zu verbringen und bei den Kameraden durch neue Fähigkeiten zu glänzen, die man in aller Seelenruhe ohne ein Modell zu riskieren, im heimischen Wohnzimmer trainiert hat.

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