Sound-Einstellung vom AFPD

Hi AFPD´ler,

der überragende Motorsound des AFPD basiert bekanntlich darauf,

dass jeder Motor ("Engine") eines AFPD-Flugzeuges 3 verschiedene Sounds in 3 Drehzahlbereichen haben kann, die flüssig ineinander übergehen - sofern sie richtig eingestellt sind...

So kann bei einem Glühzünder das ungleichmäßige Tuckern im Leerlauf,....................


Hans Wonner hat sich diesmal für diesen Workshop die Soundoptionen rausgesucht.

Hi AFPD´ler,


der überragende Motorsound des AFPD basiert bekanntlich darauf,

dass jeder Motor ("Engine") eines AFPD-Flugzeuges 3 verschiedene Sounds in 3 Drehzahlbereichen haben kann, die flüssig ineinander übergehen - sofern sie richtig eingestellt sind...


So kann bei einem Glühzünder das ungleichmäßige Tuckern im Leerlauf, dann das "Viertaktern" in der Teillast und schließlich das runde "Zweitaktern" bei Vollgas dargestellt werden.


Bei Mehrmots können zusätzlich die typischen "Schwebungen" nachgebildet werden.


Das alles ist von der richtigen Einstellung in der tmd-Datei abhängig.

Weil ich da schon ein bißchen rumprobiert habe,

möchte ich euch meine gewonnenen Erkenntnisse nicht vorenthalten.


In diesem Workshop werde ich, ähnlich wie damals im Wetter-Workshop, die Funktionen des "Schaltbretts" in der tmd-Datei erklären.


Danach werde ich zeigen, wie man den schönen Saito-Sternmotorensound der F7F-Tigercat wieder herstellen kann,

den sie in der neuen AFPD-Version eingebüßt hat (durch Umstellung des Sound-Systems klingen ja manche Flugzeuge nicht mehr wie vorher).


Leider kann man bei einem Akustik-Workshop kaum Bilder einsetzen, deshalb geht es da nicht ohne Selber-Ausprobieren von Beispielen,

es ist also mehr Aktivität gefragt als damals beim Wetter-Workshop (wo man sich auf das Bewundern der Bilder beschränken konnte... )


Heute zeige ich gleich mal das Schaltbrett in der tmd, an dem wir dann rummurksen werden:


Sound0File = "db605-idle"

Sound1File = "db605-mid"

Sound2File = "db605-full"

Sound0RPM = 490

Sound1RPM = 1310

Sound2RPM = 1730

Sound01RPM = 600

Sound12RPM = 1600

SoundRange = 400

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jetzt schauen wir mal in eine tmd-Datei, und zwar eine, die jeder hat:

nämlich die tmd vom Spacewalker.


ACHTUNG:

Als erstes machen wir von dieser tmd eine SICHERUNGSKOPIE,

also Rechtsklick auf die tmd, dann kopieren, dann einfügen.

Dadurch haben wir die originalen Einstellungen noch, wenn wir was vermurkst haben.


Die originale tmd öffnen wir mit der Wordpad-MFC-Anwendung

und suchen nach dem Abschnitt cd Engine (immer fast ganz unten).


Dort finden wir diese Zeilen:

Sound0File = "g15-3000"

Sound1File = "g15-5000"

Sound2File = "g15-10000"

Sound0RPM = 3008.2

Sound1RPM = 5270.4

Sound2RPM = 10202.7

Sound01RPM = 4000

Sound12RPM = 7000


In den ersten 3 Zeilen stehen die Namen der hier verwendeten Sounds,

deren wav-Dateien auch im sound-Ordner sein müssen, sonst ist der Flieger ganz oder teilweise stumm.


Jetzt gucken wir aber die letzten 2 Zeilen an.

Die legen die Übergangs-Grenzen zwischen den Sounds fest:


Sound01RPM = 4000

Das bedeutet:

Bei 4000 U/min geht Sound0 in Sound1 über.


Sound12RPM = 7000

Das heißt:

Bei 7000 U/min geht Sound1 in Sound2 über.


Das kann man oft recht gut hören,

wenn man langsam Gas gibt und dabei die Drehzahl-Anzeige beobachtet.

(Am besten in einer 3-D-Szenerie mit F7 hinterherfliegen)


Der Übergang ist nicht schlagartig, sondern fließend.


Wenn man die Zahlen in den Zeilen verändert, ändert man damit die Drehzahl, bei der sich die Sounds abwechseln.


Also mal bei der Spacewalker-tmd probieren,

und nach dem Ändern nicht vergessen zu SPEICHERN,

sonst ist es natürlich nix mit der Veränderung...


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Jetzt gucken wir uns die Tonhöhen-Einstellung der einzelnen Sounds an.


Sound0File = "g15-3000"

Sound1File = "g15-5000"

Sound2File = "g15-10000"

Sound0RPM = 3008.2

Sound1RPM = 5270.4

Sound2RPM = 10202.7


Die Zuordnung ist ganz einfach und logisch:

Sound0RPM bestimmt die Ablaufgeschwindigkeit (und damit die Tonhöhe) von Sound0File (also hier "g15-3000"),

Sound1RPM bestimmt Sound1File,

Sound2RPM bestimmt Sound2File.


Aber jetzt kommt das Entscheidende:

Je HÖHER die Zahl bei Sound0RPM, Sound1RPM und Sound2RPM,

desto TIEFER das Motorgeräusch (und desto langsamer läuft die Wav-Datei durch)!


Die Kunst bei der ganzen Einstellerei ist nun,

die Tonhöhe der Sounds so abzustimmern,

dass beim Übergang von einem Sound zum nächsten die beiden Sounds die gleiche Tonhöhe haben.


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ich hoffe, die Teilnehmer an diesem Workshop haben ihr neues Wissen schon dazu benutzt, um ein bißchen zu experimentieren.


Jetzt können wir auch Korrekturen am Sound anbringen,

die durch die Umstellung des AFPD-Sound-Systems bei der neuesten Version nötig geworden sind.


Beispielsweise bei pbuengers wunderschöner F7F-Tigercat:

Da war ich ganz stolz auf den Sound der beiden Saito-Sternmotoren.

Aber nach Installation der AFPD-Version 1.11.7.9 klang die Tigercat plötzlich mehr nach Turbine als nach Sternmotor

Der Sound lief viel zu schnell und zu hoch!


Mit unserem Wissen ist das aber kein Problem mehr:

Wir ERHÖHEN die Sound-Werte, damit der Sound wieder TIEFER klingt!

Das sieht dann so aus:


Hier die ursprünglichen Werte:

Sound0RPM = 600

Sound1RPM = 2600

Sound2RPM = 3800


Die erhöhen wir jetzt alle um etwa den gleichen Faktor (etwa das 2,5fache):

Sound0RPM = 1600

Sound1RPM = 5600

Sound2RPM = 8800


Und schon klingt die Tigercat wieder so, wie es sein soll

und wie sie in den Versionen vor 1.11 geklungen hat.


Wer auch umstellen will,

sollte die Tigercat erst mit den alten Soundwerten nochmals fliegen,

damit er auch den (gewaltigen) Unterschied merkt...

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Mit dem letzten Update wurde noch eine zusätzliche Befehlszeile eingeführt,

die beim Akustik-Block in der cd Engine ganz am Schluss steht:


SoundRange = 400


Mit diesem Befehl wird die Breite der Übergangszone von einem Sound zum nächsten definiert:

Je größer die Zahl, desto breiter die Übergangszone.


Macht man die Zahl zu klein (unter 100), so entsteht zwischen den einzelnen Sounds eine mehr oder weniger breite "Lücke".


Der SoundRange-Befehl lässt sich auch nachträglich einkopieren, vorausgesetzt, man hat die aktuelle AFPD-Version.

Und dann kann man schön damit experimentieren...


Wenn man SoundRange vorübergehend auf Null setzt,

kann das beim Sound-Einstellen sehr hilfreich sein:


1. Man hört exakt, wo im Moment der Übergang liegt, wenn man das Gas langsam verändert (dort ist jetzt eine Lücke im Motorsound).


2. Man kann die beiden benachbarten Sounds ohne "Verwischen" durch die Übergangszone miteinander vergleichen. Dadurch hört man viel leichter, ob die beiden Tonhöhen schon exakt angeglichen sind.


Und nach dem Abstimmen die SoundRange wieder auf über 100 setzen...

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Manchmal braucht man gar keine 3 Sounds, weil EINER vom Leerlauf bis Vollgas realistisch klingt.

Das war z.B. bei der holländischen Militär-PiperCub (aspiperj3camo) der Fall,

da gefiel mir die Ausführung mit EINEM Sound am besten, obwohl ich 3 Originalsounds zur Verfügung hatte.


Was macht man dann mit den übrigen Zeilen?


Zum Beispiel das:

Sound0File = "piper_rpm1"

Sound1File = ""

Sound2File = ""

Sound0RPM = 2008.2

Sound1RPM = 5270.4

Sound2RPM = 5302.7

Sound01RPM = 6800

Sound12RPM = 7400


Dabei sind alle Zeilen unterhalb der ersten entbehrlich und könnten auch gelöscht werden - bis auf zwei:


Sound0RPM = 2008.2

Die braucht man natürlich, um die Tonhöhe von Sound0File einzustellen.


Sound01RPM = 6800

Wenn man die löscht, verstummt der Flieger (komischerweise) etwa von Halbgas aufwärts.


Der Trick bei so einer Einstellung ist,

dass man in dieser Zeile die Drehzahl höher einstellt (hier 6800) als der Propeller jemals erreichen kann.

Dadurch reicht der erste Sound (Sound0File) über den gesamten Drehzahlbereich.


Bei den anderen 2 Soundzeilen könnte dann jeder beliebige Sound drinstehen, er würde nicht zum Zuge kommen.


Im DL gibt es noch einige andere Verbrenner-Modelle mit nur einem Sound (die Elektromodelle haben sowieso nur einen).


Apropos Zeilen löschen:

Das sollte man eigentlich nie tun, und es ist auch nie nötig.

Denn wenn man eine Zeile deaktivieren will, setzt man einfach // davor, und schon ist sie für das Programm nicht mehr da...


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Beim Verbrenner-Heli geht der Sound grundsätzlich genauso einzustellen wie beim Verbrenner-Flächenflieger, den wir bisher behandelt haben.


Aber beim Heli kommt ein vierter Sound hinzu, der GLEICHZEITIG mit dem jeweiligen Motorsound von cd Engine läuft,

und das ist das "Blätterflappen".


Dieser sound heißt in der Regel "blade1" oder "blade2"

und steht im Abschnitt "cd Rotor" etwa in der Mitte:


SoundFile = "blade1"


Hier MUSS ein gültiger Sound eingetragen sein, sonst hört man auch den Motorsound nicht, und der Heli ist völlig stumm.


Diesen blade-Sound kann man in der Höhe nicht verstellen, er ist direkt an die Rotordrehzahl gekoppelt.


Und hier ist leider eine Verschlechterung bei der aktuellen Version 1.11.7.9 zu beklagen:

Während der Blade-Sound bisher auch noch mit der Lautstärke an den Pitch gekoppelt war (Pitch-Mitte = leise, je stärkerer positiver oder negativer Pitch, desto lauter)

und dadurch das typische Flapp-Geräusch bei starker Blatt-Anstellung produzierte,

ist diese Kopplung in der neuen Version weggefallen,

und damit auch das schöne "Überlast-Blätterflappen"


Mal sehen, ob ich die Ipacs-Leute dazu veranlassen kann, das im nächsten Patch wieder einzubauen...


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Fortsetzung folgt ...….